Es war ein schleichender Tod. Und die Werbeindustrie hat ihn auf dem Gewissen.

Aber der Reihe nach:
2013 habe ich mir das Topmodel von Samsung gekauft: Einen ES8090 in 46 Zoll für stolze 1.400€. Deutlich teurer als der Durchschnitt, aber ich hatte sehr gute Gründe dafür. Zum einen hatte ich zu diesem Zeitpunkt das Geld. Was nicht häufig vorkommt. Sinnvoll wäre es gewesen, das Geld anzulegen. Habe mich aber eben anders entschieden. 🙂  Zweitens war das Gerät Testsieger in so ziemlich allen Vergleichen, die es so gibt. Der Fernseher hatte 3D, war Smart und zukunftssicher. Vor allem letzteres interessierte mich. Chip schrieb dazu unter der Überschrift „Der zukunftssichere TV – Hardware-Upgrade möglich“ :

An der Rückseite des Fernsehergehäuses findet sich die Möglichkeit, über ein Steckmodul ein so genanntes „Evolution Kit“ an das TV-Gerät anzuschließen. Es soll eine Hardware-Nachrüstung mit zusätzlicher CPU, GPU oder Arbeitsspeicher erlauben, damit auch in Zukunft ausreichend Rechen- und Grafikpower für künftige, rechenintensivere „Smart-Funktionen“ bereitsteht.

Der teurere Preis ließ sich also damit vertreten, dass dafür der Fernseher ja länger zu gebrauchen war. Neue Features konnten einfach nachgerüstet werden, zumal das Bild gestochen scharf war: Ein neues Display war nicht notwendig und bei 46 Zoll machen höhere Auflösungen (4K) auch heute kaum Sinn.

Alles gut soweit also. Desweiteren gibt es Sprach- und Gestensteuerung und eine eingebaute Kamera. Gemütlich auf dem Sofa Videokonferenzen? Perfekt!

Die Ernüchterung erfolgte aber recht schnell: Sprachsteuerung war nur begrenzt brauchbar, die Gestensteuerung erkannte eigentlich auch nichts so wie sie sollte. Und wehe, man bohrte in der Nase: DANN allerdings wurde sie aktiv und blendete einen großen Mauszeiger vor den Film. (Natürlich bohre ich nie in der Nase, das war nur ein Beispiel 🙂 )
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