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Mein subjektiver Crowdfunding-Rückblick (bisher)

Zum Jahresende ist es ja üblich, einen Rückblick zu schreiben. Die besten Filme des Jahres, die tollsten Spiele, die dümmsten Deutschen besorgtesten Bürger, … – Das sollen andere machen.

Ich hatte heute mal wieder ein spannendes Crowdfunding-Projekt gefunden, mich dann aber entschlossen, nicht zu unterstützen, weil mir der Anbieter nicht seriös genug erschien. Warum eigentlich? Kann ich nicht wirklich fest machen, aber Grund genug, mal zurück zu schauen, welche Crowdfunding-Projekte ich bereits unterstützt habe, und wie der Erfolg war.

P.S: Für mein Fazit gaaaaaaanz nach unten Scrollen Weiterlesen

Tanzen auf zwei Hochzeiten: SharePoint Provider-Hosted Add-Ins in Office365 & On-Premise installieren

Worum geht es überhaupt?

Ich bin zwar nicht sicher, ob ich der einzige bin, der es versucht hat, aber zumindest schein ich der erste zu sein, der darüber schreibt: Eine SharePoint Provider-Hosted Add-In zu programmieren, dass sich sowohl auf einer lokalen SharePoint-Installation, als auch in Office365 verwenden lässt.

Vielleicht ist es auch eine deutsche Besonderheit: Hier herrscht ein ziemliches Misstrauen gegenüber der Cloud, viele Kunden wollen die Daten lieber auf „ihrem“ Server lagern. Office365 ist deshalb kein Thema.

Wir haben derzeit einen Kunden, dem unsere Office365.-App „Mydea“ sehr gut gefällt. Allerdings möchte er, dass sie auf einem SharePoint 2013 installiert wird. Also hatte ich drei Optionen:

  1. Sagen, dass es nicht geht
  2. Die ganze Lösung kopieren und dann die Kopie so anpassen, dass sie auf dem SharePoint 2013 funktioniert
  3. Irgendwas magisches anderes probieren 🙂

Natürlich wollte ich die erste Option auf jeden Fall vermeiden. Die zweite Lösung hätte prinzipiell funktioniert, aber zu doppeltem Pflegeaufwand geführt. Das ist unschön und macht keinen Spaß. „Mydea“ ist ein Innovationstool, und als solches selbst natürlich möglichst innovativ. Das bedeutet, kurze Produktzyklen und agil entwickelt. Das doppelt pflegen zu müssen wäre die Hölle 🙂

Also habe ich mich für die dritte Option entschieden: Etwas Magie.Die Anwendung sollte – ohne beim (automatisierten) Ausliefern eine Zeile Code ändern zu müssen sowohl unter Office365, als auch unter SharePoint 2013 lauffähig sein.

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Die Wayback Machine und 301 redirects

Die Wayback machine von archive.org sammelt Shapshots von Websites überall auf der Welt. Sowohl automatisch, aber optional auch durch manuellen Aufruf. Wenn jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt eine permanente Weiterleitung (301 redirect) eingerichtet war, die später entfernt oder geändert wurde, ist man relativ „gearscht“.

Die Wayback – machine cached diese Redirects nämlich (korrekterweise) ebenso wie ein Browser. D.H. von nun an werden Snapshots nur noch von dem ursprünglichen Ziel gemacht.

Es gibt aber eine Möglichkeit, den 301 Cache zu löschen und die Wayback machine zu „zwingen“, die neue Adresse zu verwenden, indem man manuell die Seite neu speichert:
https://web.archive.org/save/[ADRESSE]

beispielsweise:

https://web.archive.org/save/http://blathering.de

Et voílà: Von nun an ist wieder alles im Lot 🙂

[Titelbild: CC-BY-NC-ND © David Baldingerhttp://www.dbaldinger.com/opinion_cartoons/second_page/wayback.html]

 

Proxy-Probleme mittels Fiddler umgehen

Wer in einem Unternehmen arbeitet, dass eine Proxy-Authentifizierung verwendet (also die Eingabe eines Passworts zum Surfen erfordert) kennt das Problem: Einige Die meisten Anwendungen mögen keine Proxies mit Passwortabfrage. Eine dieser Anwendungen ist Visual Studio, dass an vielen verschiedenen Stellen Fehler schmeißt.

Man kann diese Fehler durch verschidene Workarounds beheben, aber im Grunde sind sie alle PITA.

Wenn man dann auch noch selbst Anwendungen entwickelt, welche Online-Zugriff benötigt, ist man ziemlich gearscht.

Nach einer langen Recherche und viel herumprobieren habe ich nun eine Lösung mittels Fiddler gefunden. Wer (Online-)Software entwickelt, hat es oftmals ohnehin bereits installiert.

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Gestern war der Tag, an dem sie die Smart TVs getötet haben

Es war ein schleichender Tod. Und die Werbeindustrie hat ihn auf dem Gewissen.

Aber der Reihe nach:
2013 habe ich mir das Topmodel von Samsung gekauft: Einen ES8090 in 46 Zoll für stolze 1.400€. Deutlich teurer als der Durchschnitt, aber ich hatte sehr gute Gründe dafür. Zum einen hatte ich zu diesem Zeitpunkt das Geld. Was nicht häufig vorkommt. Sinnvoll wäre es gewesen, das Geld anzulegen. Habe mich aber eben anders entschieden. 🙂  Zweitens war das Gerät Testsieger in so ziemlich allen Vergleichen, die es so gibt. Der Fernseher hatte 3D, war Smart und zukunftssicher. Vor allem letzteres interessierte mich. Chip schrieb dazu unter der Überschrift „Der zukunftssichere TV – Hardware-Upgrade möglich“ :

An der Rückseite des Fernsehergehäuses findet sich die Möglichkeit, über ein Steckmodul ein so genanntes „Evolution Kit“ an das TV-Gerät anzuschließen. Es soll eine Hardware-Nachrüstung mit zusätzlicher CPU, GPU oder Arbeitsspeicher erlauben, damit auch in Zukunft ausreichend Rechen- und Grafikpower für künftige, rechenintensivere „Smart-Funktionen“ bereitsteht.

Der teurere Preis ließ sich also damit vertreten, dass dafür der Fernseher ja länger zu gebrauchen war. Neue Features konnten einfach nachgerüstet werden, zumal das Bild gestochen scharf war: Ein neues Display war nicht notwendig und bei 46 Zoll machen höhere Auflösungen (4K) auch heute kaum Sinn.

Alles gut soweit also. Desweiteren gibt es Sprach- und Gestensteuerung und eine eingebaute Kamera. Gemütlich auf dem Sofa Videokonferenzen? Perfekt!

Die Ernüchterung erfolgte aber recht schnell: Sprachsteuerung war nur begrenzt brauchbar, die Gestensteuerung erkannte eigentlich auch nichts so wie sie sollte. Und wehe, man bohrte in der Nase: DANN allerdings wurde sie aktiv und blendete einen großen Mauszeiger vor den Film. (Natürlich bohre ich nie in der Nase, das war nur ein Beispiel 🙂 )
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